Die Bewerbung Rostock-Warnemündes um die Austragung Olympischer und Paralympischer Segelwettbewerbe stößt in der Bevölkerung auf breite Zustimmung. Eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes zeigt: 80 Prozent der befragten Rostockerinnen und Rostocker sprechen sich dafür aus, die Segelwettbewerbe im Falle einer deutschen Olympiabewerbung in Rostock-Warnemünde auszurichten.
Mit der Bewerbung werden vor allem langfristige Chancen für Infrastruktur, Wirtschaft, Tourismus und internationale Sichtbarkeit verbunden. Auch Impulse für den Sportstandort und den gesellschaftlichen Zusammenhalt werden positiv bewertet. Gleichzeitig bleibt Nachhaltigkeit für viele Befragte eine zentrale Voraussetzung.
Für Usedom ist die Entwicklung ebenfalls interessant: Die Insel ist mit ihrer Lage an Ostsee, Achterwasser, Peenestrom und Stettiner Haff Teil einer starken maritimen Urlaubsregion. Segeln, Wassersport, Häfen, maritime Veranstaltungen und Angebote rund ums Wasser prägen bereits heute das touristische Profil der Insel. Eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung Rostock-Warnemündes könnte daher auch über den Austragungsort hinaus Aufmerksamkeit für Mecklenburg-Vorpommern als Segel- und Wassersportland erzeugen.
Unterstützung kommt inzwischen auch aus Wirtschaft und Tourismus: Neben dem DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern hat auch die Industrie- und Handelskammer zu Rostock ihre Unterstützung erklärt. Damit wird die Bewerbung zunehmend als gemeinsame Chance für Rostock, Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland verstanden.
Der DOSB will voraussichtlich im Herbst 2026 entscheiden, welches deutsche Konzept offiziell in den internationalen Bewerbungsprozess geht.