Im Gespräch mit Jennifer Meyers vom Hangar10

Leben und Arbeiten wo andere Urlaub machen: Heute im Gespräch mit Jennifer Meyers vom Hangar10 in Zirchow

TVIU: Frau Meyers, Was hat Sie und ihren Partner gereizt, gerade an diesem Standort Verantwortung zu übernehmen und dafür sogar von Schwäbisch Gmünd auf die Insel zu ziehen?

Fr. Meyers: Wenn man in der Luftfahrt beruflich und hobbymäßig unterwegs ist, liebt man an sich bereits das Abenteuer. So konnten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, als wir gefragt wurden, ob wir den Hangar betreuen möchten. Innerhalb von kürzester Zeit haben wir die Entscheidung getroffen und sind dann nach ca. drei weiteren Monaten mit allem was wir hatten auf der Insel gelandet.

TVIU: Nach einer längeren Ruhephase wurde der Hangar 10 wieder für Besucher geöffnet. Wie wird dieser Neustart erlebt, und was war Ihnen und dem Inhaber dabei besonders wichtig?

Fr. Meyers: Der Hangar10 ist seit der Eröffnung in 2011 durchgängig saisonal geöffnet. Lediglich in den Winterpausen haben wir geschlossen und bereiten dann wieder die nächste Saison vor. Da wir als Familie mitten in der Saison auf die Insel gezogen sind, durften wir also direkt in den laufenden Betrieb mit einsteigen. Dem neuen Inhaber war bei der Übernahme wichtig, dass die Funktion des Hangars und der Flugzeuge erhalten bleiben. Wir möchten mit der Ausstellung die Faszination für das Fliegen und für die dahinterliegenden Technik hochhalten und den Besuchern Einblicke ermöglichen, wie es sie in dieser Form nur selten gibt. Ergänzt haben wir dies 2025 mit einer Experimentierwelt durch die unter anderem die Abrafaxe führen und zum Experimentieren anregen.

TVIU: Der Hangar10 verbindet heute Flugzeugausstellung, Wissenschafts- bzw. Experimentierwelt und Gastronomie. Welche Idee steht hinter dieser Verbindung, und was soll Gäste am Standort besonders begeistern?

Fr. Meyers: Hinter der Idee steckt seit Anbeginn die Passion für die Luftfahrt mit der Geselligkeit bei einem guten Essen zu verbinden. Wer uns besucht verbringt gerne mal 2 Stunden in der Ausstellung und genießt danach noch ein Essen im angeschlossenen Restaurant „Volare Alto“. Besonders liegen uns dabei die jungen Besucher am Herzen. Ihnen das Wissen und die Freude an der Technik weiterzugeben ist für uns eine der schönsten und eine der wichtigsten Aufgaben im Hangar10.

TVIU: Ein Projekt mit Geschichte weiterzuführen, bedeutet oft, Bestehendes zu bewahren und zugleich neue Akzente zu setzen. Was sind mögliche Ideen den Hangar10 weiterentwickeln?

Fr. Meyers: Eine sehr gute Frage die auf nahrhaften Boden trifft…. Ideen haben wir ziemlich viele, mal sehen was sich davon umsetzen lässt. In der Vergangenheit gab es sogar ein Konzert im Hangar. Wenn sich dies einmal wiederholen ließe, wäre das ein echtes Highlight.

Vielen Dank für das Interview und Ihnen und dem Hangar10 eine gute Saison 2026!